Produktfotos & worauf es wirklich ankommt!


Egal ob Online-Shop, Produktbroschüre oder Anzeige, ein professionelles Produktfoto sollte immer seinen Zweck erfüllen und die potentielle Kundschaft aufmerksam machen, informieren und Emotionen wecken. Je nachdem, worauf man den Fokus legen möchte, gibt es hier diverse Unterbereiche der Produktfotografie mit eigener Bildsprache und Zielsetzung.


Grob unterscheidet man zwischen: Der klassischen Produktfotografie (Packshot) auf weißem oder neutralem Untergrund und der inszenierten Produktfotografie (Still Life oder Mood Aufnahmen) mit Requisiten, welche die Produkteigenschaften repräsentieren und diese noch besser hervorheben. Als dritte Kategorie gibt es noch das Produkt in Verwendung mit einem Model (Lifestyle-Fotografie oder Werbefotografie).


Die Übergänge zwischen den einzelnen Geres sind hier oft sehr fließend und dienen in erster Linie zur klaren Kommunikation und Zieldefinition in der Konzept-Phase. Am Ende soll das finale Foto den gesetzten Anforderungen entsprechen und gekonnt überzeugen!


Damit nichts dem Zufall überlassen wird, sollten die folgenden Punkte bei der Produktfotografie berücksichtiget werden:

1 | Konzept

Wie schon anfangs erwähnt, ist es wichtig zu überlegen wo das Bild zum Einsatz kommt. Für die Abbildung in einem Web-Shop, steht definitiv der informative Charakter im Vordergrund. In einer Anzeige brauche ich hingegen mehr Emotionen und einen echten Hingucker. Eine Umsetzung mit Models empfiehlt sich im Bereich Social-Media, wo alles sehr lifestyle-geprägt inszeniert wird. Auch die benötigten Formate (z.B. hoch, quer, ...) sollten schon vorab definiert werden.


www.feuer-zeug.at


2 | Licht & Schatten

Wie bei jeder Fotografie, spielt auch bei der Produktfotografie die Beleuchtung eine große Rolle. Schon eine um ein paar Zentimeter verschobene Lichtquelle macht oft den Unterschied aus, ob etwas glänzend oder matt, plastisch oder flach erscheint. Material, Struktur und Oberflächeneigenschaften sollten mittels Licht & Schatten perfekt in Szene gesetzt werden.


www.langer-schmuck.at


3 | Untergrund & Hintergrund

Für die Wahl der passenden Bühne gibt es unzählige Möglichkeiten. Angefangen von klassisch weiß/grau/schwarzem oder farbigem Untergrund können auch Materialen wie Holz, Mamor, Schiefer, Stoff sowie gemusterte Tapeten oder auch Outdoor-Locations zum Einsatz kommen. Worauf auch immer die Wahl fällt, es sollte die Eigenschaften des Produktes widerspiegeln und das Produkt positiv hervorheben.




4 | Perspektive & Ausrichtung

Nicht nur Menschen sondern auch Produkte haben ihre Schokoladenseite. Typische Winkel sind frontal oder 45° zur Kamera. Bei einer Produktserie ist zu achten, dass alle Produkte den gleichen Winkel und den gleichen Abstand zur Kamera halten. Am besten eine kleine Markierung zeichnen und für die Kamera immer ein Stativ verwenden. Bei Bedarf auch am Stativ eine Markierung machen, falls zu einem späteren Zeitpunkt ein neues Produkt zur Serie dazu kommt.


www.confiserie-isabella.at www.marc-chocolatier.at



5 | Inszenierung & Requisiten

Zu guter Letzt mein absoluter Lieblingspunkt! Mit der Inszenierung kann man enorm viel herausholen und jedes Produkt zum Star werden lassen. Meine Empfehlung dazu, alles Sammeln was einem in den Sinn kommt und zur Hand ist. Je mehr Auswahl, desto besser kann man die Requisiten kombinieren und falls etwas nicht stimmig ist, gegen etwas anders austauschen. Auch hier gilt das gleiche wie bei Untergrund & Hintergrund: die Produkteigenschaften sollten optimal unterstrichen werden. Oft ist weniger mehr, denn das Produkt sollte auf alle Fälle der Hero im Bild bleiben!



Für all jene, die jetzt Lust bekommen haben und noch tiefer in die Materie eintauchen wollen, biete ich auch individuelle Trainings für Firmen und Einzelpersonen an!

PHOTONALITY e.U.

Tabakfabrik 4020 Linz

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